Bundesweite Studie zu Opferschutzorganisationen

Hier geht es direkt zu unserer aktuellen Umfrage zu Straftaten durch Mitarbeiter von Opferschutzorganisationen bundesweit:

Über diesen Link öffnet sich die Studie:

https://www.surveymonkey.de/r/Opferschutz

Studienhintergrund:

Die Berichterstattung über den Missbrauchsskandal rund um den Weissen Ring in Lübeck hat der breiten Öffentlichkeit vor einiger Zeit deutlich gemacht, dass im Opferschutz zwischen Theorie und Praxis manchmal Welten liegen können. Über das aktuell anhängige Berufungsverfahren vor dem Landgericht gegen den erstinstanzlichen Freispruch des Angeklagten, das von der Staatsanwaltschaft Lübeck durch Berufungseinlegung eingeleitet wurde, wird in der Presse bundesweit derzeit faktisch nicht berichtet.

Wir haben eine Reihe von Hinweisen auf Fälle erhalten, die nahelegen, dass bei Opferschutzorganisationen die Betreuung der Ratsuchenden nicht immer so abgewickelt wird, wie sie es sollte.

In den uns gemeldeten Fällen fällt auf, dass es insbesondere Frauen, die zuvor Opfer von Sexualstraftaten geworden waren und sich hilfesuchend an Opferschutzorganisationen gewendet hatten, von dortigen Mitarbeitern ausgebeutet und teilweise sogar bedroht, statt von diesen geschützt wurden. Setzten sich die Frauen hiergegen zur Wehr, wurden und werden in erheblichem Umfang Gerichts- und Behördenverfahren gegen diese Frauen durch diese Mitarbeiter eingeleitet und über Falschaussagen beeinflusst, um eine Strafverfolgung der Mitarbeiter  durch die zuständigen Ermittlungsbehörden zu unterbinden, die geschädigten Opfer als unglaubwürdig darzustellen und auf diesem Wege ihre Entschädigungsansprüche aus dem Opferentschädigungsgesetz zu umgehen.

Wir haben Hinweise auf Unregelmäßigkeiten aus mehreren Bundesländern, sodass wir davon ausgehen, dass es sich um ein bundesweites Problem handeln dürfte. Deswegen sammeln wir jetzt online alle weiteren Hinweise auf neue Fälle, die ähnlich gelagert sind, um die tatsächliche Dunkelziffer dieser Straftaten, die von den Ermittlungsbehörden in den vorliegenden Fällen in mehreren Bundesländern systematisch nicht verfolgt werden, zu ermitteln.

Das Ausmaß der Rechtsbeugungen in den vorliegenden Fällen deutet darauf hin, dass über einzelne Opferschutzorganisationen kartellartige Strukturen mit dem konkreten Ziel der Aufhebung der Gewaltenteilung zwischen Exekutive und Judikative zum Zwecke der gegenseitigen Begünstigung der Beteiligten etabliert wurden.

Wir bitten daher insbesondere auch Opfer von Straftaten, die gegenteilige positive Erfahrungen gemacht haben, an der Studie teilzunehmen, damit die Best-Practice-Beispiele ebenfalls erfasst werden können und auch auf diesem Weg die schwarzen Schafe in der Branche deutlicher hervortreten.

Wir sichern allen Hinweisgebern und Opfern Anonymität und Vertraulichkeit nach § 203 I Nr. 1, 2, 3 StGB zu. Soweit Sie uns konkretes Fallmaterial senden möchten, vermerken Sie bitte direkt im Betreff „Fallunterlagen Opferschutzstudie“. Soweit Sie Geschädigte/r sind und Hilfe benötige, teilen Sie dies bitte deutlich mit und vergessen Sie nicht, uns eine Kontaktmöglichkeit zu hinterlassen, damit wir uns persönlich über das weitere Vorgehen mit Ihnen verständigen können.

Fallunterlagen senden Sie bitte an: tellyourstory@europeaneleanors.de

Wir bitten darum, die Studie insbesondere über die Sozialen Medien zu verbreiten, damit mögliche weitere Opfer erreicht werden und ihnen Hilfe vermittelt werden kann.